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  • Judith Schier

Stärker werden - Schritt für Schritt


Heute möchte ich ein wenig darüber philosophieren, wie wir an Stärke gewinnen, indem wir unsere Schwächen annehmen. Wir alle haben Stärken und wir alle haben Schwächen. Unsere Schwächen abzulehnen, oder zu verharren, weil wir uns der Herausforderung nicht gewachsen fühlen, ist meiner Ansicht nach fatal. Denn das ist dann unsere eigentliche Schwäche - zu glauben, dass wir einer Situation nicht gewachsen sind oder Aussitzen eine Option wäre. Wie Ma Ma Gombe in einem meiner Lieblingsbücher von John Strelecky richtig sagt, ist das Leben manchmal nicht einfach. Ich bin der absoluten Überzeugung, dass wir alle unsere Pakete tragen, manche Größere, manche Kleinere. Entscheidend für unser Leben, unsere Zufriedenheit und unser Wohlbefinden ist, wie wir damit umgehen. Und ich finde "Schritt für Schritt" eine gute Herangehensweise. Jedes Tal können wir so durchschreiten, sei es noch so dunkel oder noch so lang. Irgendwann wird es, anfangs vielleicht unmerklich, aber Stück für Stück wieder bergauf gehen.

Wichtig dabei ist, wie wir hindurchschreiten und welche Möglichkeiten an Hilfe wir uns suchen oder zulassen. Hier möchte ich ein paar davon beleuchten.


1. Trau dich und vertraue dich einer Person an, die dir wichtig ist und der du wichtig bist. Du wirst ziemlich sicher überrascht sein, wie froh diese Person ist, endlich zu erfahren, wie es dir geht und wie groß die Erleichterung ist, endlich unterstützen zu dürfen. Schwäche zu zeigen ist wahre Stärke und es wird dir gut tun.


2. Wende dich an Menschen, die ähnliches durchgemacht haben und dir davon berichten können, wie sie ihren Weg heraus gefunden haben. Es tut immer gut zu erleben, dass man mit einem Problem nicht alleine ist. Foren oder Gruppen sind hier eine gute Anlaufstelle.


3. Nimm dir die Zeit und überlege in Ruhe, welche Herausforderungen du in deinem Leben schon bewältigt, welche Hürden du gemeistert hast. Sie mögen im Vergleich zu der jetzigen Situation banal sein. Dennoch, du hast im Kleinen entsprechende Kompetenzen gezeigt. Also warum sollten diese Kompetenzen nicht auch im Großen funktionieren?! Besinn dich darauf und probiere es einfach aus. Vielleicht hilft es ja. Und wenn es nicht hilft: ein Versuch war es definitiv wert.


4. Besinn dich auf die Dinge, die dir Freude machen oder zumindest gemacht haben. In stressigen, belasteten Zeiten verlieren wir das häufig aus den Augen und konzentrieren uns nur noch auf das Problem. Das Problem löst sich deshalb nicht gleich in Luft auf, aber es wird ein wenig leichter zu ertragen sein, wenn es dir gelingt, wieder ein bisschen mehr Freude in dein Leben zu holen.


5. Und sollte all das nichts helfen: Vertrau darauf, dass jemand die Kompetenz hat, dies zu tun. Ganz bestimmt. Wenn es niemand in deinem privaten Umfeld, in Foren oder Gruppen gibt an die du dich wenden kannst oder willst, dann suche dir professionelle Unterstützung. Aber vergiss nicht, diese Personen können nur Hilfe zur Selbsthilfe anbieten. Die Person, die das Tal durchschreiten muss, Schritt für Schritt, bist immer du selbst. Das kann dir leider keiner abnehmen.


Du entscheidest wohin die Reise geht. Verharrst du, wirst du schwächer. Kommst du in Bewegung, wirst du das Tal hinter dir lassen, den Anstieg zum Gipfel bewältigen und dich irgendwann auf der Höhe befinden und das Glück darüber genießen. Und je beschwerlicher der Anstieg, desto größer das Glück.


In diesem Sinne, sei mutig und suche dir deinen Weg. Es wird sich lohnen.


Herzlich, Judith Schier

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